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Ruhrbike Marathon 2013 oder die große Mitteldistanz Wanderung

Am Harkortberg oder, wie wir jetzt sagen, Hartkorberg fand am Wochenende der 10. Ruhrbikemarathon statt. Optimistischerweise hatte ich mich für die Mittelstrecke mit 55 km und 1900hm angemeldet. Das die Höhenmeter im Ruhrpott nicht aus gigantisch langen Anstiegen kommen, war mir ja klar, aber das die Hegestraße mit 25% Steigung im nachhinein noch eine der leichteren, wegen des Straßenbelags, sein sollte, hat mich doch ein wenig überrascht.

Aber mal von vorn. Erst mal bei der Starthektik mitziehen, damit man nicht am ersten Singletrail im Stau steht und dann das eigene Tempo finden, so sollte es gehen. Haben sich aber viele gedacht. Also nach den ersten 10 min. der Stau, als es nach einem kurzen, steilen Anstieg in einen wirklichen Singletrail ging. Einen Rhythmus zu finden war schlicht unmöglich, ein ständig steiles Auf und Ab auf Waldboden, auf dem der Platzregen der vorigen Tage auch noch seine Spuren hinterlassen hatte. Rutschige Wurzeln, klebrige Anstiege. Kleine Matschmonster, die sich an die Stollen krallen und sagen: Duu kommst hierr nit durrch!

So ging es, immer noch von vielen Kurzdistanzfahrern umgeben, die Hegestraße hinauf und von da waren es nur noch 5 km bis ins Ziel, bzw, bis zur Streckenteilung. Laut Dennis von Metal Motion Bikes kamen danach erst die interessanten Trails. Es ging auch sofort mit einem flowigen Abwärtstrail los, allerdings war das der Beginn einer der heftigsten 20km Abschnitte meiner bisherigen Marathonrennen. Immer wieder kurz runter um dann irgendwas > 20% hinauf zu müssen. Mittlerweile ging das dann nur noch schiebend auf dem Waldboden. Wobei ich nicht der einzige war. Die Mitstreiter in meinem Tempo waren aufwärts allesamt nur noch zu Fuß unterwegs.

Feddich

Ich hab sogar noch Fahrer überholt, die am Trinkschlauch nuckelnd am Baum saßen und einfach mal ne Pause gemacht haben. Irgendwann kam aber doch das Ziel in Reichweite und die letzten Kräfte wurden nochmal mobilisiert, so das dann am Ende noch der 17. Platz von 30 Fahrern in der AK heraussprang. Mit einem 13er Schnitt.

 

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Diese Unsitte mit gleicher Startzeit für alle bei Streckenteilung unterwegs stört mich auch immer wieder. Eine Entzerrung der Startzeiten wäre für alle Beteiligten viel entspannter. Aber bist ja noch gut durchgekommen. Ein 13er Schnitt ist ja auch nicht soo schlecht. Beim Pilztal-(Hike&Bike)-Marathon hatte ich einen 12er…

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  2. Gleiche Startzeiten und dadurch Stau ist immer wieder zum Kotzen, ist doch aber alles gut gelaufen.
    Das Rennen möchte ich auch gerne mal fahren. Vllt 2014 🙂

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  3. Endlich mal einer, der so ehrlich ist, dazu zu sagen, wie viele Starter dabei waren 😉

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  4. schieben war in diesem jahr in den ersten monaten bei den rennen auch oft der fall. wichtig ist zufrieden durchkommen und wie ich das lese hat es super bei dir funktioniert. 🙂

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