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Rad am Ring -Das Rennen-

Ein fantastisches, anstrengendes und erfolgreiches Wochenende liegt hinter uns.  Ralph, Peter, Frank, Michael und ich haben das 24 h Rennen am Nürburgring ( Rad am Ring) als 4. in der Altersklasse und 18. in der Gesamtwertung von 92 4er Teams  abgeschlossen.

v.l.n.r. Martin, Ralph, Frank, Michael, Peter

v.l.n.r. Martin, Ralph, Frank, Michael, Peter

Aber nun mal der Reihe nach. Am Freitag haben wir uns um 16:00 Uhr am Ring verabredet und auch gefunden. Ralph und Peter waren als erste da und hatten schon mal die Orga erkundet, nachdem die erste Currywurst verdrückt war. Nach Ausgabe der Startunterlagen haben wir uns dann in die Schlange der Wartenden eingereiht, die alle aufs Gelände wollten.

Warten auf den Einlass

Warten auf den Einlass

Auf dem Gelände angekommen wurde unsere Box bezogen und im Ring Center haben wir uns dann erstmal mit Nudeln und einem letzten Bier für die nächsten 48h versorgt. Nach einem  Absacker (mixed by Michael) vor dem Team Pavillion  haben Peter und ich unsere Schlafplätze in der Box bezogen, Ralph ist in seinen Variant gekrabbelt und Frank und Michael konnten in ihrem Bus schlafen. Wobei schlafen eher nicht zutreffend war, denn es kamen noch massenweise Teilnehmer aufs Gelände und von Ruhe konnte keine Rede sein.

Frühstück im Team Pavillion

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es an die letzten Vorbereitungen fürs Rennen. Ralph musste um 10.15 zur Teamleiter Besprechung und wir anderen haben uns um die rennfertige Einrichtung unserer Box gekümmert. Michael hat nochmal die Räder gecheckt und die Startreihenfolge haben wir einfach von den Startnummern übernommen. A-Ralph, B-Peter, C-Martin und D-Frank. Startzeit für Ralph war 13:20 Uhr und um 12:45 Uhr musste er zur Startaufstellung.

Um 13:00 Uhr fiel der erste Startschuss. So viele Radler habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen, und zum Glück wurde in Blöcken gestartet.  150 km Rennen, 75 km Rennen, 25 km Schnupperrunde, 8 h  RR, 24 h  RR, 8 h MTB und der letzte Startschuss für das 24 h MTB Rennen. Die erste Runde ging einmal um die Grand-Prix Strecke, anschließend durchs Fahrerlager auf die MTB Runde hoch zur Nürburg .  Streckenbeschreibung hier

Start für alle Rennen

Nach der ersten Zeitrunde von Ralph hatten wir einen Anhaltspunkt und die Planungen konnten beginnen. Wer macht sich wann fertig, vorher 10 min. auf die Rolle, noch ein Stck. Riegel essen, Flasche herrichten. Michael passte immer an der Zielgeraden auf, und sobald unser Fahrer durch war hatten wir noch ca. 3 min. Dann Rad ´raus, aufsteigen und warten. Mit unserem Transponderwechsel brauchten wir uns in einer Formel 1 Boxengasse keinesfalls verstecken. Wir waren mindestens so schnell wie die Teams beim Reifenwechsel. Fahrer kommt angeschossen, einer reist den Transponder vom Bein und klettet ihn ans nächste, wobei der Abfahrende dann schon wieder angeschoben wird um im dicken Gang gleich wieder Gas zu geben. Ein fliegender Wechsel, wie ihn einige Rennradteams mit Transponder an der Trinkflasche durchgeführt haben, ist für MTB eher ungeeignet, da man schon mal die Flaschen verlieren kann.

Frank nach dem Wechsel

Wir fuhren immer 2 Runden mit  7,5 km je Runde, sodass bei Durchschnittszeiten von 21 – 24 min. /Runde ca. alle 45 min. gewechselt wurde. Und so ging es Stunde um Stunde. Fahren-Ausruhen-Essen-Trinken-Fertigmachen-und wieder fahren. Ich wusste vorher nicht, wie lange 24 Stunden werden können. Nach dem dritten Turn hatte ich schon keinen Appetit mehr, aber gegessen werden musste ja was. Also immer rein mit dem Futter. Und bei dem Punkt waren dann einige andere Teams besser vorbereitet als wir. Manche hatten gleich die halbe Küchenzeile nebst ihren Köchinnen mitgebracht und der angebotene Speiseplan mit Nudeln, Kartoffeln, Suppen usw. hätte jedem mittelklasse Restaurant Konkurrenz machen können.

Aber so einen Rhythmus ist der Magen eben nicht gewohnt und bei Ralph rebellierte er in den frühen Morgenstunden ganz gewaltig. Dazu kam dann nun auch der Schlafmangel denn daran ist selbst in den Nachtstunden nicht zu denken. Wir haben in der Nacht mal auf 3 Runden erhöht, damit wir uns länger ausruhen können, aber richtig schlafen klappte trotzdem nicht und die Zeiten der 3. Runden wurden dann auch so langsam, das wir den Plan wieder verworfen haben. So zwischen 02:00 und 03:00 Uhr muss es auch gewesen sein, als ich meine und die langsamste Runde des Teams gefahren habe.

Mit den ersten Sonnenstrahlen ( ich hatte das Glück in den Sonnenaufgang zu fahren) und nach einem starken Kaffee kehrten die ersten Lebensgeister zurück und die Rundenzeiten wurden auch wieder besser. Durch kontinuierliches Fahren in den Nacht und die guten Rundenzeiten meiner Teammitglieder, die teilweise 20 bis 21 min. Runden geschafft haben, konnten wir uns vom Anfangs 7. bis auf den 5. Platz vorfahren. Da nun auch meine linke Ferse so langsam wieder dicht macht, hat Michael eine Taktik ausgeklügelt wie wir die 4 min. auf das vor uns liegende Team noch rausholen könnten. Anstatt nun 2 Runden bin ich in meinem letzten Turn nur eine Runde gefahren, und die aber nochmal mit allem was drin war, und Peter hat dann meine 2. Runde gefahren. Schlussfahrer Frank konnte dann mit einer 20 min. Runde (unsere Tagesbestzeit) tatsächlich noch den 4. Platz klarmachen. Er war dabei allerdings so schnell, das er nur ganz knapp vor Zielschluss durch war und noch eine Runde fahren musste.

Frank im Ziel

So ging ein hartes aber unvergessliches Wochenende mit einer tollen Platzierung zu Ende, mit der am Anfang des Rennens niemand gerechnet hat. Mein besonderer Dank gilt dabei den 3 Fahrern vom Team Schließer Bike, die mit ihren fantastischen Rundenzeiten für den besten Platz meiner bisherigen MTB Rennen gesorgt haben. Danke auch nochmal an Michael, der einen klasse Service geleistet hat, unermüdlich motiviert hat und die Organisation der Wechsel perfekt meisterte .  Und nach seiner feinen taktischen Meisterleistung wurde er von uns nur noch als  der „Ross Brawn“ des Teams Ruhrpottschließer betitelt.

Weitere Links:

Einen Bericht von Ralph gibt es hier:  Racing-Ralph.com

Den Team Laden von Frank Schließer findet man hier: http://www.schliesser-bike.de/

Team Schließer Bike Homepage: http://www.team-schliesser-bike.de/

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Irres Rennen!! Die Eindrücke sind einfach überwältigend. Nächstes Jahr gehts aufs Podium 🙂

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  2. Ein schöner Bericht und ein noch schöneres Ergebnis! Das ist sicherlich ein unvergessliches Erlebnis für jeden von Euch und motiviert. 🙂

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  3. Grossartiges Ergebnis, toller Bericht und nochmals herzliche Gratulation an das ganze Team.

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  4. Dank für die schöne Zeit am Ring und toll geschrieben !!
    Ich hoffe wir sehen uns am Ring wieder !
    Gruß Frank aus Schöningen am ELM

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